Den zweiten Bildungsweg fördern

02.02.2014
- Wyon AG gründet die Stiftung Wyon – Alt Landammann Carlo Schmid Stiftungspräsident

«Alle betonen, wie wichtig der zweite Bildungsweg ist, die Wyon AG handelt», erklärte Paul Wyser, Chef der Wyon AG, an der konstituierenden Sitzung der Stiftung Wyon gestern Freitag in Steinegg. Das Stiftungskapital beträgt 150 000 Franken. Stiftungspräsident ist alt Landammann Carlo Schmid. Jährlich sollen die fünf besten BMS–Absolventen mit Preisen in der Höhe von insgesamt 15 000 Franken ausgezeichnet werden.

Es besteht eine Tendenz, dass Schulabgänger mit guten Noten ins Gymnasium übertreten, um einmal studieren zu können. Der Weg über die Lehre hingegen wird häufig eher ein bisschen abschätzig eingestuft. Das ist grundfalsch. Beide Berufswege haben ihre Vorteile, sie sind ebenbürtig. Um den zweiten Bildungsweg zu stärken und immer wieder ins Bewusstsein der Jugendlichen, der Lehrmeister und der breiten Öffentlichkeit zu bringen, hat die Wyon AG eine Stiftung gegründet. Das Gründungsvermögen beträgt 150 000 Franken.

Fünf Preise jährlich
Vorgesehen ist, jedes Jahr die fünf besten Absolventen der Berufsmatura auszuzeichnen: der erste Preis gibt 5000, der zweite 4000, der dritte 3000, der vierte 2000 und der fünfte 1000 Franken. Die zukünftigen Preisempfänger müssen entweder in Innerrhoden wohnhaft sein oder als Auswärtige die Lehre bei einem Innerrhoder Betrieb absolviert haben. «Es ist so, dass die Preisgelder und alle anderen anfallenden Kosten im Normalfall jedes Jahr von der Wyon AG übernommen werden. Das Stiftungskapital bildet einfach eine stille Reserve», erklärte der eigentliche Initiant der Stiftung, Paul Wyser, der als Vertreter der Wyon AG dem Stiftungsrat angehört.

«Ein wahrer Glücksfall»
Alt Landammann Carlo Schmid findet das Ganze eine gute Sache, er hat gerne zugesagt, als er angefragt wurde, ob er Stiftungspräsident werde: «Das ist für einmal ein wirklich erfreuliches Amt!» Wieviel Gewicht dem Stiftungszweck beigemessen wird, ist auch daran zu erkennen, dass Landammann Roland Inauen in seiner Funktion als Erziehungsdirektor ebenfalls ohne Zögern zugesagt hat: «Dass die Wyon AG diese Stiftung gegründet hat, ist ein wahrer Glücksfall», erklärte Inauen. Und Albert Manser, Präsident des Innerrhoder Gewerbes, und Ruedi Eberle, Präsident der Innerrhoder Handels– und Industriekammer, konnten zu dieser Einschätzung nur hocherfreut nickten.