Wyon gewinnt den Familiy Business Award 2015

18.09.2015
- Zum vierten Mal wurde dieses Jahr in einer feierlichen Zeremonie der «Family Business Award» verliehen. Unter der Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Wirtschaft und Politik wurde am Donnerstagabend in Bern der Gewinner gekürt: Die Wyon AG durfte die Trophäe nach Innerrhoden bringen.

Mit einer festlichen Preisverleihung wurde im Kursaal in Bern der Gewinner des «Family Business Award» 2015 gefeiert. Im Finale standen die Helsinn Healthcare Holding SA aus Lugano, Wyon AG aus Steinegg und Belvédère Scuol AG aus Scuol. Im Beisein zahlreicher prominenter Vertreter aus Politik und Wirtschaft durfte sich die Wyon AG über den Award freuen. Das Unternehmen reiht sich bei den bisherigen Gewinnern des Preises Trisa AG (2012), SIGA Holding AG (2013) und Entreprises et Domaines Rouvinez (2014) ein. An der Feier in Bern durften sich nebst dem Gewinnerunternehmen auch die anderen Finalisten freuen. Jedes dieser Familienunternehmen durfte auf der Bühne ein Finalisten–Zertifikat des «Family Business Award» entgegennehmen. Als weiteren Preis gab es für alle drei Unternehmen einen neuen VW Golf GTE zur Gratisbenutzung für ein Jahr. Die Wyon AG als Gewinner darf das Fahrzeug danach behalten.Die Wyon AG wurde im Jahr 1999 als Familienunternehmen gegründet und ist weltweit führend in der Technologie von Klein– und Kleinstgrössen von aufladbaren Lithium–Ionen–Batterien. In den ersten Jahren lag die Haupttätigkeit beim Engineering. Ab dem Jahr 2000 wurden Lithium–Ionen–Akkus kleinster Baugrös–se mit hohem Energieinhalt und möglichst niedrigem Gewicht entwickelt. Seit Frühling 2005 produziert die Wyon AG kundenspezifische Batterien für medizinische Anwendungen.Die Wyon AG ist bedacht darauf, ihren Energieverbrauch auch intern zu optimieren – dies durch ein neues energetisch optimiertes Firmengebäude, erstellt in regionaler Ausführung im Minergiestand–ard. Zur Förderung der Innovation und Nachhaltigkeit wurde auch die Stiftung Wyon zur Unterstützung der lehr– und berufsbegleitenden Weiterbildung gegründet. Die Stiftung vergibt jährlich Preise für die besten Berufsmaturanden im Kanton. Die AMAG hat den «Family Business Award» zu Ehren ihres Gründers und Patrons Walter Haefner ins Leben gerufen, der sich stets für eine echte und gelebte Firmenkultur eingesetzt hat. Ausgezeichnet mit dem Award werden besonders verantwortungsbewusste und unternehmerisch nachhaltige Familienunternehmen aus der Schweiz. Zudem verfolgt der Award den Zweck, auf die grosse volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen in der Schweiz aufmerksam zu machen.

Paul Wyser: «Wir alle haben gewonnen – gelebter Teamgeist gab den Ausschlag» 
Am Freitagmorgen herrschte im Hause Wyon beste Stimmung. Die Delegation, die zur Preisverleihung nach Bern gereist war, trat erst nach der Kaffeepause zur Arbeit an. Alle Daheimgebliebenen werden auch nicht leer ausgehen, wie Paul Wyser versichert. Die Frage, wie die Jury sein Familienunternehmen entdeckt habe, kann Paul Wyser nicht schlüssig beantworten. 3500 KMU seien im Januar von der AMAG schriftlich zur Teilnahme eingeladen worden. Er selbst sei nicht aktiv geworden, wohl aber «ein guter Geist im Hintergrund». Schliesslich sei man auf einer Liste mit 130 Bewerbungen gelandet. Diese wurde von der UNI Zürich anhand eines Kriterienkatalogs auf fünfzehn Kandidaten reduziert. Diese wiederum wurden von der hochkarätigen Jury unter die Lupe genommen.Beim persönlichen Augenschein in der Wyon AG habe die Unternehmensphilosophie mit flacher Hierarchie und gelebtem Teamgedanken einen hohen Stellenwert gehabt, erinnert sich Paul Wyser. Nachhaltigkeit und die Tatsache, dass das Geld in der Firma bleibt und der Generationenwechsel familienintern vollzogen werden kann, sei auf Anerkennung gestossen. Der CEO streicht besonders die hohe Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden hervor: «Unsere Auftragslage ist so gut, dass auf freiwilliger Basis schon ab 6 Uhr früh und am Samstagvormittag gearbeitet wird. Alle bekennen sich zur gemeinsamen Aufgabe.»Der «Family Business Award» bringe seiner Firma keine neuen Kunden, bestätigt Paul Wyser. Hingegen werde die Wyon AG schweizweit ganz neu wahrgenommen als Vorzeigebetrieb. Das habe Wirkung etwa auf die Rekrutierung von Fachleuten. «Ums Jahr 2000 galt Innerrhoden für Techniker und Ingenieure als Niemandsland. Wir haben das gemeinsam mit KUK und Bühler AG nachhaltig verändert», freut sich Paul Wyser.